Donnerstag, 24. April 2008

Tagesprotokoll vom 23. April 2008

Datum: 23.4.08
Fach / Thema: Finanzmanagement / Finanzierung
Dozent: K. Gerster


Es war heute wieder ein sehr Intensiver Tag im Finanzmanagement.

Unsere Ziele am heutigen Tag waren:
- Den Zusammenhang von Finanzierung und Rentabilität erkennen.
- Finanzierungsrentabilität berechnen können.
- Die wesentlichsten Merkmale der einzelnen Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen.
- Geeignete Finanzierungsform für den eigenen Betrieb erkennen.

Die Entscheidung für den richtigen Finanzierungsmix ist wesentlich abhängig von folgenden Stichworten.
- Risikobewertung
- Rating (nach Basel II)von der Bank ausgeführte Bonitätsprüfung
- VBM Value Based Management
Das VBM ist die Grundlage nach dem unsere Betriebe bewertet werden können.
Es muss unser komplettes lückenloses Konzept enthalten wonach ein möglicher Geldgeber abschätzen kann wie hoch sein Risiko sein wird wenn er uns Geld gibt.

Es gibt 2 Finanzierungsformen:
Aussenfinanzierung bestehend aus Fremdkapital:
- Lieferantendarlehen
- Privatdarlehen
- Bankkredit
- Hypothezierung
aus Eigenkapital:
- Je nach Rechtsform Beteiligungsfinanzierung z.b. AG, GMBH

Innenfinanzierung bestehend aus Fremdkapital
- Ausgabenverschiebung
- Eigner Anteile
- Refinanzierung Rücklagen z.b. PK Gelder
aus Eigenkapital:
- Reserven
- Verflüssigung
- Lohmann-Ruchti-Effekt (Kapazitäterweiterungseffekt, reinvestieren um die Produktionskapazität erhöhen zu können. z.b. Kettenbetriebe, Caterings)
Sonderfinanzierungsform:

Leasing
Operatives Leasing – Händler zum Nutzer
oder
Finanzleasing z.b. Autoleasing - 3eck Leasing zwischen Händler-Bank und Bank- Nutzer

Alle diese Finanzierungsformen haben natürlich Vor- und Nachteile, diese hier einzeln zu erwähnen würde aber den Rahmen sprengen.
In euren Unterlagen findet Ihr sie auf jeden Fall.


Die goldene Finanzierungsregel:
Die Fristigkeit der Investition muss mit der Laufdauer der Finanzierung übereinstimmen.

und

Risikoinvestitionen EK-finanziert
Fälligkeitsbedingungen beachten
Rentabilitätsbedingungen beachten
Fristenkongurenz

Am heutigen Nachmittag hatten wir die Möglichkeit an einem Übungsbeispiel,
Finanzierungsentscheidungen zu treffen.
Wir mussten feststellen dass es in der Finanzierung nicht einfach Schwarz oder Weiss gibt, sondern dass es viele Möglichkeiten der Finanzierungarten existieren,
und das man, mit ein bisschen Übung anhand der relevanten Bilanz und Erfolgsrechnungskennzahlen erkennen kann welche die richtige ist.

Fazit:
Eine Finanzierung muss immer „zweckmässig“ sein, das heisst in einem gesunden Verhältnis zwischen Sicherheit und Rentabilität.

Mittwoch, 23. April 2008

Tagesprotokoll vom 22. April 2008

Datum: 22. April 2008
Fach / Thema: Finanzmanagement / Balanced Scorecard
Dozent: Konrad Gerster
Protokollführung: Lea Inderkum

Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen:

1. Vom Finanzcontrolling zur BSC

Reines Finanzcontrolling widerspiegelt den Betrieb nicht ganzheitlich
Die Menschen-abhängige Qualität ist der wesentlichste Teil des Erfolgs
Für anhaltenden Erfolg ist Kontinuität wichtiger als die absolute Qualität
Ziel unserer Anstrengung ist und bleibt der Gast – auch im Controlling.

Deshalb
Bedarf es nicht nur der Messung absoluter Werte, sondern auch der inneren Werte, der so genannten „Soft Factors“.


2. Inhaltspunkte der BSC

Vision
Leitsätze/Strategie
Perspektiven / Teilpolitiken
-> Finanzen, Gäste, Prozesse, MA, Entwicklung
Kritische Erfolgsfaktoren KEF
Massnahmen/Aktionsplan


3. Erarbeitung einer BSC (siehe s. 4, Die 7 Schritte)

A) Vision
„Willst du gerade Furchen ziehen, hänge deinen Pflug an einen Stern“ Arabische Weisheit

B) Strategie/Leitsätze
Übersetzung der strategisch formulierten Vision in operationell verständliche Zielsetzungen.

C) Kritische Erfolgsgrössen KEF
Wovon ist unser Erfolg in den einzelnen Perspektiven/Teilprojekten abhängig?
Formulieren aus Sicht des Gastes und der zentralen Anforderung an das langfristige Überleben
Die KEF sollen die heiklen Stellen auf der Navigationskarte in seichten Gewässern sein.

KEF Finanzen
Branchenüberdurchschnittlicher Cash Flow
Stetes Umsatzwachstum
Lieferantentreue wegen Sponsoring
In 4 Mte erarbeiten wir was andere in 12 Mte
Hohe Rückkehrquote der Gäste
Hohe Eigenfinanzierung
Hoher Stammgastanteil

KEF Prozesse
Konstante Qualität -> Service, Küche, Sauberkeit
Hohe Produktionsgeschwindigkeit
Reklamationsbehandlung
Verlässliche Tisch- und Zimmerreservation
Einzigartige Werbekampagnen

KEF Gäste
„Ausschluss“-Preise
Medienpartnerschaften
Schnelligkeit
Attraktives Preis-/Leistungsverhältnis
Aussergewöhnliches Ambiente
Kundenzufriedenheit
Persönliche Betreuung
Äussere Anmutung (Haus)
Gute ehrliche Produkte
Betriebsethik
Zusatzangebote

KEF Entwicklung
Stetes Wachstum
Trends erkennen und umsetzen
Saisonale Karte / Angebotsentwicklung
Stete USP-Entwicklung
Kontinuierliche Organisationsentwicklung
Kaizen

KEF Mitarbeiter
Systematische Mitarbeiter-Einarbeitung
Polyvalent einsetzbare Mitarbeiter
Tiefe Mitarbeiter-Fluktuation
Lernwilligkeit und –hungrigkeit
Hohe Betriebsidentität
Loyalität

D) Kennzahlen
müssen:
eindeutig und objektiv messbar sein
die kritischen Erfolgsgrössen wiederspiegeln
hoch aber erreichbar angesetzt

E) Aktivitäten
Sinnvolle Massnahmen in Korrelation zu den KEF und den Kennzahlen am besten terminiert

F) Überprüfung
Korrespondieren die Aussagen von der Vision bis zu den Aktivitäten?


4. Mögliche Gefahren und Probleme

A) In der Erarbeitung
Das Unternehmen verfügt über keine strategischen Aussagen
Ressourcenmangel
BSC als Problemlöser
BSC kann nicht „befohlen“ werden
Messbarkeit fehlt
BSC lässt keinen Gestaltungsfreiraum
Inhärente Formulierung

B) In der Umsetzung
BSC wird verordnet und nicht gelebt
Mitarbeiter sträuben sich
Nach dem Startschuss geht der Treibstoff aus
Es ist bequemer Probleme zu pflegen, als an Lösungen zu arbeiten
Fehlendes Winner-Denken

5. Weitere Tipps

Übersichtlich
Kernaussagen auf einem A4-Blatt; macht wahrscheinlich Detailpläne erforderlich
Ausgewogenheit zwischen kurz- und langfristigen Zielen
Die BSC ist Begleiter sämtlicher strategischer und operativer Handlungen
Die BSC muss im Einklang mit allen anderen Plänen/Konzepten/Grundlagenpapiere stehen
Die BSC auch in der Aussenkommunikation verwenden

Gruppenarbeiten zur BSC
Hotel Schweizerhof, Lenzerheide
Hotel an der Aare, Solothurn
Privatklinik Bethanien

Projektauftrag Finanzmanagement wurde erteilt: Erstellen einer Balanced Scorecard. Die Präsentationen finden ab 4. Juni 2008 statt. (siehe separater Auftrag)


Erkenntnisse / Schlussfolgerungen:

Die BSC ist ein Kontrollinstrument der Unternehmensstrategie, um die Aktivitäten eines Unternehmens umfassend zu bewerten.