Datum: 22. April 2008
Fach / Thema: Finanzmanagement / Balanced Scorecard
Dozent: Konrad Gerster
Protokollführung: Lea Inderkum
Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen:
1. Vom Finanzcontrolling zur BSC
Reines Finanzcontrolling widerspiegelt den Betrieb nicht ganzheitlich
Die Menschen-abhängige Qualität ist der wesentlichste Teil des Erfolgs
Für anhaltenden Erfolg ist Kontinuität wichtiger als die absolute Qualität
Ziel unserer Anstrengung ist und bleibt der Gast – auch im Controlling.
Deshalb
Bedarf es nicht nur der Messung absoluter Werte, sondern auch der inneren Werte, der so genannten „Soft Factors“.
2. Inhaltspunkte der BSC
Vision
Leitsätze/Strategie
Perspektiven / Teilpolitiken
-> Finanzen, Gäste, Prozesse, MA, Entwicklung
Kritische Erfolgsfaktoren KEF
Massnahmen/Aktionsplan
3. Erarbeitung einer BSC (siehe s. 4, Die 7 Schritte)
A) Vision
„Willst du gerade Furchen ziehen, hänge deinen Pflug an einen Stern“ Arabische Weisheit
B) Strategie/Leitsätze
Übersetzung der strategisch formulierten Vision in operationell verständliche Zielsetzungen.
C) Kritische Erfolgsgrössen KEF
Wovon ist unser Erfolg in den einzelnen Perspektiven/Teilprojekten abhängig?
Formulieren aus Sicht des Gastes und der zentralen Anforderung an das langfristige Überleben
Die KEF sollen die heiklen Stellen auf der Navigationskarte in seichten Gewässern sein.
KEF Finanzen
Branchenüberdurchschnittlicher Cash Flow
Stetes Umsatzwachstum
Lieferantentreue wegen Sponsoring
In 4 Mte erarbeiten wir was andere in 12 Mte
Hohe Rückkehrquote der Gäste
Hohe Eigenfinanzierung
Hoher Stammgastanteil
KEF Prozesse
Konstante Qualität -> Service, Küche, Sauberkeit
Hohe Produktionsgeschwindigkeit
Reklamationsbehandlung
Verlässliche Tisch- und Zimmerreservation
Einzigartige Werbekampagnen
KEF Gäste
„Ausschluss“-Preise
Medienpartnerschaften
Schnelligkeit
Attraktives Preis-/Leistungsverhältnis
Aussergewöhnliches Ambiente
Kundenzufriedenheit
Persönliche Betreuung
Äussere Anmutung (Haus)
Gute ehrliche Produkte
Betriebsethik
Zusatzangebote
KEF Entwicklung
Stetes Wachstum
Trends erkennen und umsetzen
Saisonale Karte / Angebotsentwicklung
Stete USP-Entwicklung
Kontinuierliche Organisationsentwicklung
Kaizen
KEF Mitarbeiter
Systematische Mitarbeiter-Einarbeitung
Polyvalent einsetzbare Mitarbeiter
Tiefe Mitarbeiter-Fluktuation
Lernwilligkeit und –hungrigkeit
Hohe Betriebsidentität
Loyalität
D) Kennzahlen
müssen:
eindeutig und objektiv messbar sein
die kritischen Erfolgsgrössen wiederspiegeln
hoch aber erreichbar angesetzt
E) Aktivitäten
Sinnvolle Massnahmen in Korrelation zu den KEF und den Kennzahlen am besten terminiert
F) Überprüfung
Korrespondieren die Aussagen von der Vision bis zu den Aktivitäten?
4. Mögliche Gefahren und Probleme
A) In der Erarbeitung
Das Unternehmen verfügt über keine strategischen Aussagen
Ressourcenmangel
BSC als Problemlöser
BSC kann nicht „befohlen“ werden
Messbarkeit fehlt
BSC lässt keinen Gestaltungsfreiraum
Inhärente Formulierung
B) In der Umsetzung
BSC wird verordnet und nicht gelebt
Mitarbeiter sträuben sich
Nach dem Startschuss geht der Treibstoff aus
Es ist bequemer Probleme zu pflegen, als an Lösungen zu arbeiten
Fehlendes Winner-Denken
5. Weitere Tipps
Übersichtlich
Kernaussagen auf einem A4-Blatt; macht wahrscheinlich Detailpläne erforderlich
Ausgewogenheit zwischen kurz- und langfristigen Zielen
Die BSC ist Begleiter sämtlicher strategischer und operativer Handlungen
Die BSC muss im Einklang mit allen anderen Plänen/Konzepten/Grundlagenpapiere stehen
Die BSC auch in der Aussenkommunikation verwenden
Gruppenarbeiten zur BSC
Hotel Schweizerhof, Lenzerheide
Hotel an der Aare, Solothurn
Privatklinik Bethanien
Projektauftrag Finanzmanagement wurde erteilt: Erstellen einer Balanced Scorecard. Die Präsentationen finden ab 4. Juni 2008 statt. (siehe separater Auftrag)
Erkenntnisse / Schlussfolgerungen:
Die BSC ist ein Kontrollinstrument der Unternehmensstrategie, um die Aktivitäten eines Unternehmens umfassend zu bewerten.
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