Fach: Volkswirtschaft
Dozent: Dörig Roman
Protokoll: Purtschert Patrick
1. Block 09.00 – 09.50 Uhr
Als erstes repetierten wir den Stoff von gestern: Inflation, Vollbeschäftigung, Konjunktur und stabile Preise.
Danach wurden wir mit dem Keynesianischen Ansatz und mit den Ansätzen der Konjunkturpolitik vertraut gemacht:
Keynesianischer Ansatz
Die mangelnde Nachfrage an Waren ist das Problem. Der erste Ansatzpunkt liegt beim Staat, der die Nachfrage erhöhen oder die Nachfrage stimulieren kann. Probleme die entstehen können: Budgetdefizit, Steuererleichterungen werden gespart oder im Ausland ausgegeben. Die Wirkung kann zu spät eintreten.
2. Block 10.15 – 11.15 Uhr
Angebotsorientierter Ansatz:
Mangelndes Angebot an Waren ist das Problem. Der Staat schafft der Wirtschaft gute Rahmenbedingungen. Beispiele: Senken der Steuern und Abgaben an den Staat, wenig Eingriff auf den Märkten etc.
Schweizerische Nationalbank (SNB)
Die SNB arbeitet mit den Geschäftsbanken (CS, UBS, KB etc.) zusammen. Die SNB gibt den Geschäftsbanken Geld gegen Wertpapiere. Das ist das Reprogeschäft (kurzfristiges Darlehen). Die SNB legt den Repo – Zinssatz jeden Tag aufs Neue fest. Auch die Geschäftsbanken geben kredite untereinander . Das ist der Libor (London interbank offered rate). Die SNB legt die gewünschte Bandbreite des Libor – Zinssatzes fest. Das nennt man das Zins - Zielband.
Geldpolitisches Konzept der SNB: Zinsanpassungen bändigen, Inflation und unterstützen Wachstum
3. Block 11.20 – 12.00 Uhr
Die Wirkung der SNB Politik
Die SNB kann den Reposatz bestimmen. Wenn sie ihn erhöht steigt auch das Zinsband und der Libor. Auch das Zinsniveau (Konsumkredit, Hypotheken etc.) steigt. Die Folge: Die Investitionen und der Konsum gehen zurück und der Schweizer Franken steig im Wert. Der Grund: kommende Teuerung bekämpfen. Rezessionsangst – die Hebel wirken umgekehrt.
4. Block 13.15 – 14.15 Uhr
Wir repetieren den Morgen.
Sozialversicherungen
Das 3 Säulen Prinzip Vorsorge für Alter, Tod und Invalidität:
Säule 1 - staatliche Vorsorge, obligatorisch AHV, IV, sichert das Existenzminimum
Säule 2 – Berufliche Vorsorge, obligatorisch, Pensionskasse
Säule 3 – individuelle Vorsorge, freiwillig, Sparen, Lebensversicherung
Die Probleme mit der die AHV zu kämpfen hat sind: Hohe Verwaltungskosten, zu viele Rentenbezüge und Überalterung der Bevölkerung.
5. Block 14.30 – 15.45 Uhr
Vorschläge zu Entlastung der AHV:
- Familienpolitik
- Migration
- Mehr Bezahlende
- Wachstumspolitik
- Stabile Wirtschaff
- Steuererhöhung
- Beitragserhöhung
- Länger Arbeiten
- Weniger Leistungen
Fazit zur AHV: Irgendwann haben wir ein Demokratieproblem!
Finanzpolitik Staat
Bundesauslagen: Soziale Wohlfahrt, Finanzen und Steuern, Verkehr, Landesverteidigung, Landwirtschaft, Bildung und Forschung und übrige
Die Auslagen sind in der letzten 20 Jahren massiv gestiegen.
Bundeseinnahmen: Mehrwertsteuer, Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Mineralölsteuer, Stempelabgaben, Tabaksteuer und übrige.
Fazit: Die Ausgaben sind höher als die Einnahmen. Die Staatsverschuldung nimmt stetig zu.
Die Staatsverschuldung ist am höchsten. Die Kantone und die Gemeinden „haushalten“ besser. Am meisten zu schaffen macht uns die Soziale Wohlfahrt und die Landwirtschaft (siehe Subventionsbericht im Internet). Die Folgen der Staatsverschuldung sind Staatsbankrott, Ruin der Währung. Die Risiken der Staatsverschuldung sind Zinserhöhungen, Inflation und Bremsung des Wachstums.
Nur wenn man die Zusammenhänge in der Volkswirtschaft kennt, kann man ein Unternehmen strategisch und vorausschauend führen. Das ganze Thema ist sehr vernetzt und erfordert den Durchblick.
Um 15.45 beenden wir den Seminarblock Volkswirtschaft. Es war ein interessanter und sehr lehrreicher Tag heute. Vielen Dank Roman Dörig.
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